Der Schweizer Arbeitsmarkt steht unter dem Einfluss der aktuellen Pandemie. Laut des NZZ-E-Papers sind davon vor allem Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus dem Ausland betroffen.
Die Erwerbslosenquote lag zum Ende des Vorjahres bei 4,9 %, dies entspricht einer Steigerung um 1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Öffentlich publiziert wird hingegen vor allem die Arbeitslosenquote, die sich insofern unterscheidet, als dass nur die Erwerbslosen berücksichtigt werden, die bereits bei einem RAV (Regionale Arbeitsvermittlungszentren) gemeldet sind. Die Arbeitslosenquote lag hier zum Jahresende immerhin auch bei 3,5 %, was ebenfalls einen Anstieg um 1 Prozentpunkt zum Vorjahr bedeutet.
Im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU liegt die Schweiz damit gerade einmal auf Platz 8 und schneidet mit einer Quote von 4,4 % schlechter ab als unser Nachbar Deutschland.
Gefordert sind nun also vor allem die Sozialen Institutionen. Sie sind in der Regel die erste Anlaufstelle für arbeitslos gewordene Menschen in der Schweiz. Die Belastung der Sozialen Institutionen ist im Vergleich zu den Vorjahren um ein Vielfaches gestiegen: Hier werden nicht nur die verwaltungstechnischen Erfordernisse erfüllt, sondern auch die Beratung, Qualifizierung und Vermittlung der Stellensuchenden gehört zu den wichtigen Aufgaben der Institutionen.
Laut Prognosen ist 2021 insgesamt mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenquote und damit der Belastung der Sozialen Institutionen zu rechnen. Um jedem Arbeitslosen die bestmögliche Beratung und Begleitung bei der Rückkehr ins Erwerbsleben zu ermöglichen, sollten somit vor allem die wichtigen Schnittstellen dieser Sozialen Institutionen weiter entlastet werden.


